
Wann ist heute etwas dran?
Die Magnetuhr
Magnete neben den Ziffern zeigen deinem Kind, wann heute etwas ansteht. Der Zeiger übernimmt für den Tag, was das Licht für die Routine ist: Er zeigt, wie nah das Nächste ist.
Drei Bauteile machen einen Ablauf sichtbar: Die Magnetwand gibt ihm einen festen Ort, die Karten zeigen den nächsten Schritt, die Lichter zeigen, was noch offen ist. Kurz: Wo, Was und Wie weit.
Ein therapeutisch inspiriertes System, das wiederkehrende Abläufe und Übergänge im Familienalltag sichtbar macht.
Sieben Buchstaben
Der Name ist ein kleines Inhaltsverzeichnis: Drei Buchstaben stehen für die Bauteile des Systems, vier für das, was daraus im Alltag entstehen soll.







K, M und P benennen die drei Bauteile. Was dahintersteckt, zeigt der nächste Abschnitt.
An der Magnetwand hängen die Karten in der Reihenfolge des Ablaufs, und neben jeder Karte sitzt ein Licht. Ist ein Schritt geschafft, drückt dein Kind das Licht aus. Das Licht geht also aus, weil etwas erledigt ist, nicht als Belohnung durch die Eltern. Genau das kannst du hier ausprobieren.
Karte 1Schlafanzug ausziehenan
Karte 2Anziehenan
Karte 3Zähne putzenanDrei Lichter brennen, denn drei Aufgaben sind noch offen.
Probier es selbst: Wie am echten Licht drückst du das nächste brennende Licht aus, sobald der Schritt erledigt ist. Und wenn ein Licht brennen bleibt, ist das kein Fehler. Es heißt nur, dass die Aufgabe noch offen ist.
Jedes Bauteil beantwortet genau eine Frage. Zusammen zeigen sie deinem Kind den ganzen Ablauf, ohne dass es nachfragen muss.
Manche Schritte sind mit einem Griff erledigt, andere dauern: noch zehn Minuten spielen, noch fünf Minuten bis zum Losgehen. Für diese Zeiten haben die Routinen-Lichter einen Ampel-Timer, der die Restzeit als Farbe zeigt.
Kinder können Uhren oft noch nicht lesen, Farben verstehen sie sofort. Der Ampel-Timer übersetzt Zeit in Farbe:
Die Halbzeit-Logik ist der Trick: Mit Gelb bleibt die halbe Zeit, um in Ruhe zum Abschluss zu kommen. Das Ende kündigt sich an, statt plötzlich dazustehen.
So sieht das System in einem Kinderzimmer aus. Die nummerierten Punkte zeigen, welches Teil wo hängt. Tippe einen Punkt an, um das Teil auszuwählen oder wieder abzuwählen.

Wand, Karten und Lichter beantworten die Frage, was jetzt gerade dran ist. Dieselben Fragen stellt der Tag im Größeren wieder: Was kommt heute? Was kommt diese Woche? Dafür wächst der KOMPASS mit, statt ersetzt zu werden: Die Magnetuhr übernimmt den Tag, der Wochenplaner die Woche, und für die Gefühle gibt es drei Kartensets. Uhr und Planer sprechen dabei dieselbe Bildsprache wie die Wand: Magnete, die dein Kind selbst setzen, verschieben und abnehmen kann.

Wann ist heute etwas dran?
Die Magnetuhr
Magnete neben den Ziffern zeigen deinem Kind, wann heute etwas ansteht. Der Zeiger übernimmt für den Tag, was das Licht für die Routine ist: Er zeigt, wie nah das Nächste ist.

Was steht diese Woche an?
Der Wochenplaner
Magnetsticker machen sichtbar, was diese Woche ansteht: sieben Tage nebeneinander auf einer eigenen Tafel. Per Scan mit der FamBliss+ App wandert die Woche zusätzlich aufs Handy.

Die Emotionskarten
32 Gefühlsbilder, auf die ein Kind zeigen kann, wenn Worte noch fehlen.

Die Affirmationskarten
40 Karten mit liebevoll formulierten Mutmach-Sätzen zum Aufstellen und Vorlesen.

Die Gemeinsam-Wachsen-Karten
50 Übungskarten für gemeinsame Momente, mit Zeit-Symbolen für die passende Übung.
Ein Tag mit dem KOMPASS
Hier wird der Tag zum Weg durch eine Landschaft: An jeder Station steht das Bauteil, das dort seinen Platz hat. Links beginnt der Morgen, rechts wird es Abend.

Wo
Gibt jeder Routine einen festen Ort: Hier hängen die Karten, hier sitzen die Lichter.

Was
Zeigen den nächsten Schritt und die ganze Reihenfolge auf einen Blick.

Wie weit
Zeigen, was noch offen ist: Licht an heißt offen, Licht aus heißt erledigt.

Wann
Magnete neben den Ziffern zeigen deinem Kind, wann heute etwas ansteht. Der Zeiger übernimmt für den Tag, was das Licht für die Routine ist: Er zeigt, wie nah das Nächste ist.

Diese Woche
Magnetsticker machen sichtbar, was diese Woche ansteht: sieben Tage nebeneinander auf einer eigenen Tafel. Per Scan mit der FamBliss+ App wandert die Woche zusätzlich aufs Handy.
Rastplatz: Karten für Gespräch und Zuwendung

32 Gefühlsbilder, auf die ein Kind zeigen kann, wenn Worte noch fehlen.

40 Karten mit liebevoll formulierten Mutmach-Sätzen zum Aufstellen und Vorlesen.

50 Übungskarten für gemeinsame Momente, mit Zeit-Symbolen für die passende Übung.
Der häufigste Fehler ist, alles auf einmal aufzuhängen. Diese Reihenfolge funktioniert für Familien wie für Praxen.
Für Fachkräfte
Wie gut die Prinzipien hinter den drei Bauteilen belegt sind, warum die Lichter kein Belohnungssystem sind, was es zu Symbolverständnis, Erstattung und Grenzen zu wissen gibt: All das steht auf einer eigenen Seite, offen auch dort, wo die Belege dünn sind.
Zum KOMPASS-FachwissenNein. Der KOMPASS ist kein Medizinprodukt, kein Heilmittel und kein Hilfsmittel im Sinne der Hilfsmittelrichtlinie. Es gibt keine Hilfsmittelnummer, und er lässt sich nicht verordnen. Eine Kostenerstattung durch die Krankenkasse ist deshalb nicht vorgesehen.
Nein. Der KOMPASS ergänzt zu Hause, was in der Therapie erarbeitet wird. Diagnostik, Beratung oder Therapie ersetzt er nicht.
Für Familien, deren Alltag viel Struktur braucht, unabhängig davon, ob eine Diagnose vorliegt. Der KOMPASS ist nicht auf ein Krankheitsbild zugeschnitten und wird nicht für eine bestimmte Indikation angeboten.
Wichtiger als das Alter ist, ob dein Kind einfache Bilder deuten kann: Die Karten zeigen klare Zeichnungen und Symbole. Kinder, die damit noch nichts anfangen können, brauchen davor Fotos oder echte Gegenstände. Lesen, Sprechen und die Uhrzeit setzt das System nicht voraus.
Nein. Bei einem Belohnungssystem bekommt ein Kind nach dem Verhalten Punkte oder Sticker und tauscht sie später gegen eine Belohnung ein. Die Routinen-Lichter funktionieren anders: Ein Licht brennt, solange eine Aufgabe noch offen ist, und dein Kind drückt es aus, wenn sie erledigt ist. Es gibt nichts einzutauschen, keine Zielmenge, keinen Punktabzug und keine Bewertung durch Erwachsene.
Dann ist diese Aufgabe einfach noch offen, mehr bedeutet ein brennendes Licht nicht. Dein Kind hat nichts falsch gemacht, und es gibt auch nichts, was es am Licht falsch machen könnte.
Dann lohnt sich ein genauer Blick: Lehnt dein Kind wirklich die Wand ab, oder eher die Aufgabe dahinter, zum Beispiel das Zähneputzen selbst? Der KOMPASS ist kein Druckmittel. Wird die Wand selbst zum Streitpunkt, nehmt sie eine Weile ab, statt auf ihr zu bestehen.
Nein. Der KOMPASS greift Prinzipien auf, die in der Fachliteratur beschrieben sind. Das System selbst wurde nicht in Studien geprüft, und es gibt keine eigenen Pilotdaten.
Ja. Keine Information hängt allein an der Farbe: Ob etwas offen oder erledigt ist, erkennt dein Kind auch an Position, Fläche und Symbol. Die Lichter blinken nicht, und ihre Helligkeit lässt sich regeln.
Wahrscheinlich nicht in vollem Umfang. Veränderungen, die über die Umgebung kommen, lassen häufig nach, wenn die Umgebung sich ändert. Das gehört zu dieser Art von Unterstützung dazu, ähnlich wie bei einer Brille: Sie verändert das Sehen, solange man sie trägt.
Die drei Bauteile lassen sich einzeln oder zusammen einsetzen. Wer klein anfangen will, beginnt mit den Karten, weil das Prinzip dahinter am besten belegt ist.
Der KOMPASS ist kein Medizinprodukt, kein Heilmittel und kein Therapieersatz. Die vollständige fachliche Einordnung: KOMPASS für Fachkräfte
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